Die richtige Perspektive macht jedes Ziel erreichbar!

Es gibt viele Möglichkeiten sich bei uns ehrenamtlich zu engagieren. Eine Möglichkeit ist es ein Referat zu bekleiden. Unser Trainer und Routenschrauber Jens Siegert hat genau das getan. Er ist für das Referat Sportklettern zuständig. Doch wer Jens kennt weiß, der hat noch einiges mehr drauf. Denn wer unsere Halle regelmäßig besucht wird ihm sicherlich schon das eine oder andere Mal begegnet sein. Die Fähigkeit neue Ziele zu erkennen und über sich hinaus zu wachen,  all das ist Thema in dieser Woche. Viel Spaß beim Lesen!

Jens, dann erzähl doch mal…

Was ist Deine Aufgabe in der Halle? Woher kennt man dich?
Ich bin Referent für das Thema Sportklettern seit November 2020 in der DAV-Sektion Fulda. Meine Aufgaben sind die Informationen und Impulsideen von Kletterfreunden, Vereinsmitgliedern und den Ehrenamtlichen zu hören, diese weiterzugeben und gemeinsam mit unserem Verein und unserer Kletterhalle, sowie mit allen ehrenamtlich Tätigen den Sport weiterzuentwickeln.
Man kennt mich aus vielen Kletterkursen, welche ich leidenschaftlich gerne gebe, an der Wand hängend oder auf der Terrasse sitzend mit nem kalten Latte Macchiato. 😉

Was machst Du sonst noch bei uns im Verein?
Ich engagiere mich als leidenschaftlicher Trainer in unserem breiten Kursangebot. Bei Fragen stehe ich jederzeit bereit, um diese nach Möglichkeit zu beantworten. Ist dein Kletterkurs schon länger her? Bist du verunsichert und würdest dich sicherer fühlen, wenn nochmal jemand drüber schaut? Kein Problem, sprich mich oder die Thekenkraft an! Sicherheit liegt mir/uns am Herzen und ich/wir helfen dir gerne mit einer kurzen Auffrischung.
Des Öfteren sieht man mich auch, mal hier mal dort, in der Kletterwand hängen und entspannt ein paar neue Kletterrouten schrauben.
Außerdem engagiere ich mich als Trainer in der Inklusionsklettergruppe die Rhönschafe oder packe dort an, wo gerade Hilfe und Unterstützung gefragt ist.

Was begeistert Dich an der Vereinsarbeit? Was motiviert Dich?
Mich begeistert das gemeinsame Ausüben eines coolen Hobbys und interessierte Kletterfreunde an den Klettersport heranzuführen.
Mich motiviert die Begeisterung von Kletternden, die sich über die geschraubten Routen freuen. Kursteilnehmer*innen, die Spaß haben, das Gelernte aus einem Kurs jetzt anwenden zu können. Am meisten motiviert mich aber, zuzusehen wie Interessierte am Klettersport ihre Begeisterung finden, ihre Leidenschaft leben und vielleicht sogar mit der gesammelten Erfahrung unser super Team im Ehrenamt unterstützen.

Was sind deine persönlichen Pläne und Wünsche für die Zukunft?
Da gibt es nicht viel: Mein Studium an der Fachhochschule Fulda erfolgreich abschließen.
Viele schöne Kurse geben und Routen in der Kletterhalle schrauben.
Einmal einen Camper besitzen, um so eine Europaerkundungstour über viele Jahre machen zu können.
Ja und zuletzt ganz viel klettern, klettern, klettern. :- )

Was magst Du uns sonst noch über Dich erzählen?
Ich startete meine Kletterlaufbahn 2012 in Wetzlar und wechselte 2019, durch die Aufnahme meines Studiums, an der Fachhochschule Fulda, zur Sektion Fulda. Hier wurde ich herzlich aufgenommen und war schnell als Trainer und Routenbauer tätig.

Die wohl Interessanteste Frage zu mir, die ich euch erzählen will ist:
Was ist Klettern für mich und welche Bedeutung hat es?

Ich bin zum Klettern gekommen in einer persönlich schwierigen Zeit. Viele Sportarten hatte ich schon ausgeübt, aber beim Klettern fand ich meine persönliche Leidenschaft, da dieser Sport sehr vielschichtig ist. Dies möchte ich weitergeben und bin deshalb auch Trainer geworden. Klettern ist für mich mehr als nur klettern!
Es ist für mich nicht nur das Messen an UIAA Skalen, sondern der Aufbau von Mut, Kraft, Ausdauer, Selbst- und Fremdvertrauen, … und vielem mehr. Das gegenseitige Messen, wer besser oder schlechter ist, wäre nur ein sehr minimaler Aspekt dieses Sports, der für mich eher eine untergeordnet Rolle spielt. Viel wichtiger ist mir in einer Kletterroute zuerkennen, welche Anforderung diese an einen persönlich stellt. Bin ich dieser Anforderung gewachsen oder nicht?
So probiert man es immer wieder und wieder, lernt diese Anforderung zu meistern und schafft so diesen Zug zum Ziel. Nicht jeder persönliche Verbesserungsfortschritt ist für Außenstehende sichtbar. Wichtig ist mir, dass ich am Ende einer Route, entspannt, ausgeglichen und zufrieden am Boden stehe. Wenn es mal nicht so sein sollte, kenne ich jetzt meine neuen ganz persönlichen Herausforderungen.
Vielleicht kennst du das: Eine Route / ein Projekt scheint unmöglich und wie so oft hört man: „Was hat da denn der Routenbauer für nen sch… geschraubt?“ Man klettert und stürzt, man klettert und stürzt, … nur Probleme in der Wand…
Unmöglich! Oder doch ne Möglichkeit zum Wachsen?
Schritt für Schritt kommt man näher ans persönliche Ziel. Jeder Sturz bringt Vertrauen in den Sicherer, jeder Versuch einen Griff weiter zu kommen, bringt einen näher ans Ziel und zeigt, dass unmöglich Erscheinendes doch möglich ist.
„Durchs Dach! Bist du denn Wahnsinnig?“ Nein, ich wachse über mich hinaus, denn egal, ob ich stürze, ich habe es probiert!
Geh raus ins Leben, meistere auch dort Projekte und Ziele, die unmöglich galten, mit Mut, Vertrauen, Ehrgeiz und Anstrengung.
Mit der Zeit, den richtigen Freunden und Menschen an deiner Seite ist jedes Ziel erreichbar!
Die Erfolgsformel des Kletterns funktioniert nicht nur in der Kletterhalle!
Bis demnächst in der Halle zu auch mal nem „heißen“ Latte Macchiato. 😉

Und weiter geht’s…

Den nächsten Beitrag zu unserer Reihe findet ihr am kommenden Montag den 15. März 2021 hier auf unserer Website. Bis dahin, bleibt gut gelaunt und gesund! Euer Team vom DAV Kletterzentrum Fulda!