Geht nicht, gibt’s nicht!

Heute geht es um das Thema Inklusion. Wir wollen euch Matthias Schwob vorstellen. Er engagiert sich im Bereich Inklusion im Klettersport. Wer sich an seine ersten Meter an der Wand erinnert weiß, das war ganz schön aufregend und am Ende waren wir alle stolz es gewagt zu haben. Damit auch alle in den Genuss des Kletterns kommen und sich niemand ausgeschlossen fühlt, braucht es Geduld, Einfühlungsvermögen und eine Menge ausgefallener Ideen. Mit dieser Mischung hat Matthias es geschafft viele Hürden aus dem Weg zu räumen. Was er genau tut, was ihn ausmacht und was er euch sonst noch zu sagen hat, erfahrt ihr weiter unten. Viel Spaß!

Matthias, dann erzähl doch mal…

Was ist Deine Aufgabe in der Halle? Woher kennt man dich?

Eine meiner Aufgaben ist es die Inklusive Klettergruppe „Rhön Schafe“ abwechselnd zu leiten, das bedeutet für mich meine Augen und Ohren bei allen Seilschaften zu haben und für Fragen ansprechbar zu sein. Von Anfang an wollte ich die Klettergruppe „öffnen“, was bedeutet, dass es in dem Sinne keinen „Chef“ gibt, sondern abwechselnd einige unserer Trainer*innen und Kletterbetreuer*innen diese Aufgabe für eine Gruppenstunde übernehmen. Da Stefan Hartung und ich die Inklusive Klettergruppe einst gegründet haben sind wir jedoch die ersten Ansprechpartner für neue Mitglieder, Helfer*innen und den Vorstand, in dem ich mich im Beirat befinde. Zu mir kommen also alle Fragen rund um das Thema Inklusion innerhalb wie auch außerhalb unserer Sektion.

Was machst Du sonst noch bei uns im Verein?

Mein erster Kontakt mit unserer Sektion kam über die Jugend, ich bin also vom Herz her immer noch Jugendleiter obwohl ich unter der Woche leider immer weniger Zeit habe um an den Gruppenstunden der „Monkeys“ teil zu nehmen. Ich gebe außerdem noch Kletterkurse, am liebsten Einstiegskurse oder Schnupper Kurse. Ab und zu sieht man mich auch klettern, viele kennen mich aber denke ich mal, eher vom Abhängen auf der Terrasse oder zusammen mit Daniel in der Affenschaukel. Des Öfteren sieht man mich auch wie ich an einem Seil zusammen mit den Teilnehmer*innen nach oben gehe und aus der Wand sichere oder zusammen mit den Teilnehmer*innen schaukle laughing.

Was begeistert Dich an der Vereinsarbeit? Was motiviert Dich?

Ganz ehrlich? Es ist im Verein wie in einer großen Familie in der man so ziemlich alles finden kann um seine Ideen, und seien sie noch so verrückt, um zu setzen und ein Ohr zu finden für jede Lebenslage. Begeistert bin ich immer wieder wie sich alle zusammen raufen und gemeinsam an einer Sache arbeiten obwohl manchmal gar nicht so wirklich klar ist was diese „Sache“ überhaupt ist cool. Aber es klappt… das motiviert mich dabei zu bleiben und einfach immer wieder zu schauen was „geht“.

Was magst Du uns sonst noch über Dich erzählen?

Ich bin Ende 2019 nach Petersberg gezogen, ich wollte etwas näher an der Kletterhalle wohnen und Kurse geben, privat habe ich noch meinen Hochseilgartentrainer gemacht und war der Meinung, dass es ziemlich cool wird wenn alles so direkt vor der Haustüre ist aber es kam, wie für alle anderen auch… ganz anders. Ich habe mir eine Corona freundliche Sportart zugelegt und gehe bei fast jedem Wetter regelmäßig auf die Slackline.

Was sind deine Pläne und Wünsche für die Zukunft?

Ich plane eine Weiterbildung zum Mental Trainer und zum Fachübungsleiter Reha Sport. Ein großer Wunsch ist es eine Highline zu laufen und vielleicht sogar darauf zu jonglieren… Wenn ich vor ein paar Jahren gewusst hätte wohin so ein Kletter-Blind Date an der Steinwand führen kann hätte ich wahrscheinlich gesagt das ich das nie schaffen würde, einem dünnen Seil so zu vertrauen und darin so viele Möglichkeiten für mich und Andere zu entdecken.

ICHI GO ICHI E… oder „Möge der Chill mit euch sein“

Und weiter geht’s…

Den nächsten Beitrag zu unserer Reihe findet ihr am kommenden Montag den 15. Februar 2021 hier auf unserer Website. Bis dahin, bleibt gut gelaunt und gesund! Euer Team vom DAV Kletterzentrum Fulda!