Jetzt wird’s lustig!

Es gibt einfach Menschen, auf die freut man sich, wenn man sie mal wieder sieht. Genau so ein Kandidat ist unser Jugendleiter Lenni. Auf ihn müssen wir leider noch ein wenig verzichten, auf seinen leicht schrägen Humor nicht. Er hat für euch eine kleine Weihnachtsgeschichte geschrieben. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen, es lohnt sich!

Lenni’s Weihnachtsgeschichte

Es ist Weihnachtsmorgen und Siegfried Seil, seine Frau Berta Bohrhaken und
ihre Kinder Edwin Exe und Samantha Smart sitzen zusammen am
Frühstückstisch. Siegfried Seil arbeitet viel und ist deutschlandweit in
Kletterhallen tätig. Seine Frau Berta Bohrhaken ist Beamtin und hängt in
einem Laden ganz hier in der Nähe aus. Die beiden Kinder gehen noch zur
Schule.
Letzte Nacht hat es viel geschneit und die ganze Landschaft ist mit Schnee
bedeckt.
Bevor die Familie heute Abend zum gemeinsamen Weihnachtsfest kommt ist
noch viel zu erledigen. Die Familie verteilt Aufgaben und nach dem Frühstück
macht sich jeder an die Arbeit.
Berta bereitet das Weihnachtsessen zu. Es gibt Gans mit Chalkfüllung, Klöße
und eine lecker Jägersoße. Berta stopft 5kg Chalk in die Gans und bestreicht
diese mit Fett, danach kommt die Gans für 2 1/2 Stunden in den Ofen.
In der Zeit stellen Siegfried und seine Tochter den Weihnachtsbaum auf und
schmücken ihn festlich mit Lametta, Weihnachtskugeln aus Schokolade und
essbaren Kerzen aus Ohrenschmalz.
Um an die Spitze der 15 Meter hohen Nordmanntanne zu gelangen, hat sich
der Vater extra einen Hubsteiger von seinem Nachbarn geliehen.
Er und seine Tochter steigen ein und ab geht es 15 Meter hinauf.
Zur gleichen Zeit räumt Sohn Edwin den Hof, damit die Familie sicher
ankommt. Da es die Nacht viel geschneit hat, hat Edwin einiges zu schieben.
Glücklicherweise kommt sein Freund Klaus Kletterschuh vorbei und hilft ihm
dabei. Die beiden haben viel Spaß und schnell artet das Schneeräumen in
eine Schneeballschlacht aus.
Berta richtet in der Zeit weiter das Essen an. Sie schmeißt die Klöße in den
Topf und wäscht die Jäger für die Jägersoße. Nach dem Waschen dünstet
sie die Jäger in der Pfanne mit etwas Öl an.
Siegfried und Samantha setzten dem Weihnachtsbaum den Stern auf und
wollen gerade wieder nach unten fahren, als der Hubsteiger ausgeht.
Siegfried versucht den Hubsteiger wieder zu starten aber vergebens. Zum
Glück hat er sein Handy dabei. Er ruft den Nachbarn an, der aber leider nicht
mehr zu Hause ist und erst in drei Tagen wieder kommt. Vater und Tochter
überlegen sich eine Lösung.
Edwin und Klaus sind immer noch fleißig am werfen. Sie waren so in die
Schlacht vertieft, das sie garnicht gemerkt haben, das schon einige Stunden
vergangen sind. Außerdem ist der Hof schon fast vom Schnee befreit, da die
beiden Jungs soviel Bälle geworfen haben, das kaum noch Schnee über ist.
Was sie nicht gemerkt haben, ist das sie den ganzen Schnee auf das
Nachbargrundstück geworfen haben.
Die Familie kommt schon etwas früher als erwartet. Berta ist noch nicht mit
dem Essen fertig, Vater und Tochter sitzen immer noch auf dem Hubsteiger
fest und der Sohn spielt noch mit seinem Freund Klaus. Jetzt müssen sich
alle beeilen.
Berta röstet immer noch die Jäger an, als einer der Jäger aus der Pfanne
spring und ölüberzogen durch die Wohnung rennt. Sie hat doch eben erst
gewischt.
Großvater Paul Patsche, Onkel Manfred Mammut und Schwippschwager
Rüdiger Reepschnur versuchen den entkommenen Jäger einzufangen. Doch
das ist gar nicht so einfach, denn der Jäger ist durch seine Ölglasur
dermaßen glitschig, dass er allen aus den Händen rutscht. Er springt die
Wände hoch, rutscht über den schon gedeckten Tisch und reißt auch noch
Oma Otilde um. Danach entkommt er durch ein gekipptes Fenster und läuft
in den Wald.
Siegfried sitzt immer noch mit seiner Tochter fest. Sie haben alles
ausprobiert aber nichts hat funktioniert. Dann bleibt den beiden wohl keine
andere Möglichkeit, als auf dem Hubsteiger Weihnachten zu verbringen. Da
der entkommene Jäger den Tisch sowieso abgedeckt hat, entscheidet sich
die Familie den Tisch um den Hubsteiger herum aufzubauen.
Nun sitzen alle am frisch gedeckten Tisch. In 15 Meter Höhe Vater und seine
Tochter, unten am Tisch der verschwitze Sohn Edwin, die Mutter, die mit den
Nerven am Ende ist, Oma Otilde, der die Hüfte wehtut und die drei öligen
Herrschaften.
Zusammen essen, lachen und singen sie. Ein wunderschöner Abend für die
Familie. Sie genießen das Beisammensein und schnell sind alle Sorgen
vergessen. Zwar ist die Gans verbrannt und die Klöße kalt und hart, weil die
Mutter vergessen hat den Herd anzustellen und die Jäger liegen
unappetitlich in der Pfanne aber trotzdem war es ein schöner Abend für alle.
PS: Vater und Tochter wurden am zweiten Weihnachtsfeiertag von der
Feuerwehr gerettet und können nun die kommende Zeit zusammen am
Boden genießen.

Es wünscht euch ein schönes Weihnachtsfest, euer Lenni!